Identifikation von Kovariableneinflüssen in der Füllungstherapie

Authors

  • Karl Schableger Abteilung Behandlungsökonomie, OÖ Gebietskrankenkasse Linz
  • Notburga Pfoser Abteilung Behandlungsökonomie, OÖ Gebietskrankenkasse Linz
  • Helga Wagner Institut für Angewandte Statistik, Johannes-Kepler-Universität Linz

DOI:

https://doi.org/10.17713/ajs.v36i2.326

Abstract

Um Informationen über die Haltbarkeit von Zahnfüllungen zu erhalten und den Einfluss verschiedener Faktoren zu untersuchen, wurden verschiedene statistische Analysen durchgeführt. Dafür standen in Oberösterreich Daten von rund 3.4 Millionen Zahnfüllungen aus den Jahren 1994 bis 2002 zur Verfügung. Neben einer Schätzung der Überlebensfunktion bzw. der Ausfallrate, wurde der Einfluss verschiedener Kovariablen auf die Lebensdauer der Füllungen in einem Cox-Modell geschätzt. Die im Verhältnis zur vorliegenden Datenmenge geringe Zahl von Kovariablen, legt es nahe, dass die Daten auch unbeobachtete Heterogenität enthalten. Von Interesse ist dabei insbesondere, ob diese auf Effekte der Leistungserbringer, d.h. der behandelnden Ärzte zurückgeführt werden können. Diese Effekte werden durch ein Gamma-Shared-Frailty-Modell geschätzt. Die Ergebnisse führen zu Vorschl ägen einer differenzierteren Honorierung der Füllungstherapie.

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Published

2016-04-03

How to Cite

Schableger, K., Pfoser, N., & Wagner, H. (2016). Identifikation von Kovariableneinflüssen in der Füllungstherapie. Austrian Journal of Statistics, 36(2), 127–139. https://doi.org/10.17713/ajs.v36i2.326

Issue

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